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Unser Leitbild

1. Unser Selbstverständnis

2. Unser Auftrag

3. Unsere Werte und Grundhaltung

4. Unsere Ziele

5. Unsere Kundinnen und Kunden

6. Unser Angebot

7. „Wie gelingt lernen?“: Unser Lernverständnis

Warum lernen Menschen?

Wir sind der Überzeugung, dass Menschen von Geburt an gerne lernen, dass der Wunsch nach dem Erweitern des eigenen Verständnisses der Welt und der eigenen Handlungsmöglichkeiten ein grundlegender Wesenszug des Menschen ist und dass Lernen ein Leben lang geschieht. Gelingen kann Lernen sowohl wenn die Lernmotivation dieser grundsätzlichen Neugier auf die Welt entspringt als auch wenn es einer aktuellen Notwendigkeit beruflicher oder persönlicher Art entstammt.

Wie gelingt Lernen?

Lernen gelingt da, wo Menschen emotional berührt werden. Unsere Absicht ist es, vor allem positive Emotionen (wie z.B. Freude, Staunen, Gefühl von Verbundenheit) bei den Teilnehmenden zu wecken. Dass Funken der Begeisterung überspringen, ist eine wichtige Basis für das Lernen und motivierend sowohl für das Anwenden des Gelernten als auch für weitere Lernerfahrungen. Wir erkennen gleichzeitig an, dass auch Emotionen, die zunächst unangenehm sind (z.B. das Gefühl von Überforderung, an die Grenzen der eigenen Komfortzone zu kommen) tief verankertes Lernen bewirken können. Wesentlich dafür, dass auch solches Lernen gelingt, ist eine gute und unterstützende Begleitung solcher Erfahrungen von Seiten der Leitenden. Damit wird es den Teilnehmenden ermöglicht, daraus für sich positive Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wesentlich für gelingendes Lernen sind ganzheitliche Lernerfahrungen. Eine wichtige Leitlinie ist für uns Pestalozzis Motto einer Bildung „mit Herz, Hand und Kopf“. Das heißt, dass es von zentraler Bedeutung ist, Menschen sowohl affektiv/emotional als auch praktisch/körperlich und kognitiv/rational anzusprechen. Wir halten die eigene Erfahrung, das eigene Erleben und Tun für die zentrale Grundlage gelingenden Lernens.

Ein weiteres wichtiges Merkmal für gelingendes Lernen ist das Lernen miteinander und voneinander. Austausch, gemeinsame Reflexion von Erfahrungen und Unterstützung in der Gruppe tragen wesentlich dazu bei, dass Lernen gelingt. Gleichzeitig ist die Berücksichtigung von Individualität ein wichtiger Faktor: Lernen gelingt da, wo das eigene Lerntempo und der eigene Lernstil Raum haben. Lernen ist ein Lebensprozess, für den der Faktor Zeit und das Beachten natürlicher Rhythmen eine große Rolle spielen. Lernende brauchen die Möglichkeit, den Bildungsprozess mitzugestalten und Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen.

Nicht zuletzt hat die Wahl der Veranstaltungsorte eine besondere Bedeutung für gelingendes Lernen: Lernort ist bei uns in erster Linie die Natur selbst, d.h. der Seminarort und seine Umgebung müssen für das jeweilige Thema gut geeignet, die gewünschten Lernerfahrungen dort möglich sein.

Wann betrachten wir das Lernen in unseren Veranstaltungen als gelungen?

Als gelungen betrachten wir Lernen dann, wenn Menschen nach der Teilnahme an einem unserer Angebote ihr Verständnis bzgl. der natürlichen Welt erweitert haben, wenn sie besser über Pflanzen, Tiere, Landschaften und Lebensräume Bescheid wissen und ihr Wissen über ökologische Zusammenhänge vertieft ist.

Lernen ist dort gelungen, wo Menschen „Aha-Erlebnisse“ haben, wo sie etwas verstanden und erfasst haben und sich dadurch ihr Wissen und ihre Handlungsoptionen erweitern. Dies geschieht, wo das Gelernte an vorhandenes Wissen, an Fähigkeiten und Erfahrungen anknüpft.

Das Lernen in unseren Ferienangeboten ist in unseren Augen gelungen, wenn Kinder „Natur“ mit Freude und Spaß und einem guten Miteinander assoziieren, wenn sie direkte Erfahrungen in und mit der Natur gemacht und dabei ihr Naturwissen, ihre Fähigkeiten und ihre sozialen Kompetenzen erweitert haben.

In unseren Fort- und Weiterbildungen geht es vor allem um die Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. In diesem Zusammenhang ist Lernen dann gelungen, wenn Teilnehmende mit gestärktem Selbstbewusstsein aus dem Kurs gehen, mutig und motiviert sind, selbst Inhalte umzusetzen, Spaß dabei haben, etwas auszuprobieren und weiter neugierig sind, das Erlernte selbstverantwortlich zu vertiefen und zu erweitern.

Methodisch-didaktische Überlegungen und praktische Transferübungen innerhalb der Kurse spielen eine wichtige Rolle dabei, das Umsetzen des Gelernten in anderen Kontexten vorzubereiten und zu unterstützen. Gelungen ist das Lernen dann, wenn die Teilnehmenden das Erlernte in angemessener Weise auch tatsächlich anwenden und weitergeben und dabei erfahren, dass die Umsetzung funktioniert. Das gilt sowohl im beruflichen Kontext als auch im persönlichen Umfeld: Lernen ist gelungen, wenn Menschen nach dem Besuch einer unserer Fort- und Weiterbildungen eigenständig Natur-Bildungsangebote gestalten, wenn bei uns erworbenes Wissen und methodisch-didaktische Kompetenzen dafür hilfreich sind.

Damit einher geht auch die persönliche Weiterentwicklung: Gelungen ist Lernen dann, wenn die Teilnehmenden das Erfahrene und Gelernte in ihre Persönlichkeit integrieren und so eine verbesserte Lebensqualität erlangen: das heißt, wenn sie sich mit sich selbst und der Welt verbundener fühlen und ihre Natur-Wahrnehmung reicher und differenzierter ist. Lernen ist für uns gelungen, wenn in ihrer Haltung ein Zuwachs an Achtung für alles Existierende erkennbar ist und an Bereitschaft, Verantwortung für die Mit-Welt zu übernehmen.

Die Integration des Gelernten lässt sich nach unserer Erfahrung auch in der Bewusstwerdung des eigenen Lernprozesses erkennen, wenn Kursteilnehmende im Nachhinein und manchmal mit Überraschung  feststellen, wie viel und was sie „unmerklich“ gelernt haben.

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8. Unsere Kompetenz

9. Unsere Ressourcen